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Aus der „Kreiszeitung“ vom 14. 9. 2011:
Bassum - Von Sabine Nölker SCHARRENDORF/STÖTTINGHAUSEN · Zehn Jahre „Heimatverein Scharrendorf-Stöttinghausen Zur Hünenburg“ wurden am Sonntag in der Schutzwallanlage des Twistringer Ortsteils kräftig gefeiert. Bereits zur „Plattdütschen Misse“ am Morgen fanden sich mehr als 400 Besucher und 50 Akteure ein. Viele weitere Gäste bevölkerten am Nachmittag die weit über die Region hinaus bekannte und als Ausflugsziel
Für die jungen Gäste in der Hünenburg hatte der Baumzirkus aus Bassum zahlreiche Angebote.
„Mein Plattdeutsch ist ebenso gut wie Trapattoni sein Deutsch“, begrüßte Pastor Reinhard Molitor die Gläubigen, scheute sich aber nicht davor, über 90 Prozent des Freiluftgottesdienst auf Platt zu halten. Gebete und Lieder wurden in der Heimatsprache gesprochen und gesungen. Um die erste Scheu zu überwinden, gaben Heinrich Harms und Ludwig Mock am Mikrofon den Ton an, während das Twistringer Blasorchester für die Begleitung sorgte.
Bei der Predigt holte sich Monsignore Molitor Hilfe: Manfred Feldmann, erster Vorsitzender des Heimatvereins, Bürgermeister Karl Meyer und Heinrich Harms erzählten ihre liebsten Bibelstellen auf Platt – ungewohnt, nicht nur für die Kinder. Das „Vater Unser“ endete: „Du wullt dat, du kannst dat, du deust dat ok“. Ein Faltblatt, dessen Texte und Lieder von Heinrich Siefer aus Stapelfeld sowie Hedwig und Heinz Harms aus Twistringen übertragen wurden, half auch den Plattunkundigen.
Nach dem Gottesdienst hielt Feldmann einen kurzen Rückblick auf zehn Jahre Heimatverein, der drei Monate nach Gründung das 100. Mitglied begrüßen konnte.
Den Geschwistern Hamacher Danke für die schönen Fotos!
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