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Mannheim/Osnabrück/Twistringen, 8./9. Juli 2011

“Im Heute glauben - wo stehen wir?”, so war ein in dieser Form völlig einmaliger Gesprächsprozess im Kongresszentrum Mannheim begonnen worden. Unter den etwa 300 Delegierten waren aus sieben aus der Diözese Osnabrück, darunter Dechant Msgr. Reinhard Molitor aus Twistringen.
Die meisten konnten dem Fazit, das Bischof Dr. Franz-Josef Bode in seiner Schlusspredigt in der Mannheimer Heilig-Geist-Kirche zog gut zustimmen: “Der Grundwasserspiegel des Glaubens und der Freude an der Zugehörigkeit zur Kirche ist ein Stück weit gestiegen.” Er erinnerte an die Jünger, die während ihrer Resignation auf dem Weg nach Emmaus Jesus dazwischen ließen. Dies sei eine Grundlage der großen Änderung gewesen. Ein Zwischenraum für Christus tut jeder Versammlung gut und hat auch diesem Treffen gut getan.
Im Wechsel von Gebet und Gespräch wurde - begleitet von zwei Moderatorinnen - ergebnisoffen sich diesen Themen genähert:
- Woraus leben wir? Was sind die Quellen, aus denen ich für mein Leben Kraft schöpfen kann?
- Unsere Stärken - Unsere Schwächen: Worauf können wir stolz (dankbar) sein? Was bedauern wir in unserer Gruppe?
- Unsere Zukunftsbilder von der Kirche: Es ist 2015 - das Jubiläumsjahr des Abschlusses der Zweiten Vatikanischen Konzils. Unsere Kirche hat große Ausstrahlungskraft. Was zeichnet sie jetzt aus?
- Nach dem Erlebnis unserer Gespräche hier: Was dürfen wir als Kirche der Welt nicht vorenthalten? Und was bedeutet das für mich?
Erzbischof Zollitsch, der Vorsitzende der Bischofskonferenz berichtete, dass die Ergebnisse im August noch dem Ständigen Rat der Bischofskonferenz und dann im Herbst auch der Vollversammlung vorgelegt werden. Zudem habe der Papst ihn zusammen mit dem Dialogbeauftragten der Bischofskonferenz, Erzbischof Marx (München), Bischof Overbeck (Essen) und unseren Bischof F.-J. Bode zu einem Gespräch nach Castel Gandolfo eingeladen, um vom Dialogprozess zu berichten.
In den kommenden drei Jahren will die Bischofskonferenz sich mit den Konsequenzen beschäftigen und dabei jeweils schwerpunktmäßig darum, was die Folgen seien in der Diakonie (2012), in der Katechese (2014) und in der Liturgie (2013). Deutlich wurde der Wunsch nach einer Kirche “der offenen Arme” auch für Menschen mit brüchigen Biografien (z.B. wiederverheiratet Geschiedene) oder anderen Lebensformen. Eine Kirche - mit Männern und Frauen - wird nur gefragt werden, wenn sie das, was in der Taufe den Einzelnen geschenkt ist, vor Ort auch glaubwürdig leben kann..
Ein Diakonatshelfer aus der früheren DDR (Bistum Görlitz) fasste für die Gruppe zusammen: “Was dürfen wir der Welt (den Menschen) nicht vorenthalten? Gott liebt dich mit deinen guten und bedenklichen Seiten. Du bist sein Gedanke und von ihm gewollt.
Was bedeutet das für mich ? Echt sein. Es wäre schön, wenn sich Menschen wegen meinem Verhalten auf die Suche nach Jesus machen würden.
Ich denke, das gilt für die Kirche überhaupt.
R. Molitor
Vier Vertreter schickte der Katholikenrat nach Mannheim. Agnes Holterhues aus Messingen als Vorsitzende, Hans-Michael Lübbers aus Meppen als Vorstandsmitglied, Vera Jansen aus Wallenhorst als Jugendvertreterin sowie Christoph Geffert aus Georgsmarienhütte. Außerdem dabei: Dechant Reinhard Molitor aus Twistringen als Moderator des Priesterrats, Gemeindereferent Achim Klein aus Osnabrück und Pastoralreferentin Barbara Langhorst aus Bad Rothenfelde.
Herrn Langner danke ich für das schöne Team-Osnabrück-.Foto!
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