Orgelherbst 2021 - III

Vor einem Jahr präsentierte sich das Collegium St. Annae erstmals in erweiterter Form: Neben Sängerin Beate Gehrken, Flötistin Heike Hartjens, den Streichern Dirk Ruröde und Johannes Meyer sowie Organist Johannes Schäfer fügte sich der Bratschist Bernhard Meyer-Berendes harmonisch in den Klangkörper ein. Die guten Rückmeldungen aus dem Publikum ermutigten zu einer Neuauflage mit neuem Programm: Es sind französische Meister aus dem Umkreis König Ludwigs XV.

Zwischen dem Regiment des mächtigen Sonnenkönigs und der Revolution liebte man traditionelle barocke Üppigkeit ebenso wie den schon zukunftsweisenden empfindsamen Stil. Diesen Unterschied hörbar zu machen, ist der Hauptanspruch des Konzertes. Die SolistInnen stellen sich ihm und laden am Sonntag, dem 7. November, in die St. Anna-Kirche ein zu einer Reise durch jene spannende Epoche.

Damals entstanden beachtliche Werke, die heute leider nur noch in Archiven schlummern. Aus alten Drucken wurden sie eigens für unser Konzert wachgeküsst und gelangen nach fast dreihundert Jahren wieder zur Aufführung: Entzückende Duetti, von Louis Caix d’Hervelois geschaffen für Schloss Fontainebleau, große Ouvertüren für den Versailler Hof aus der Feder Antoine Dauvergnes und ausdrucksstarke geistliche Kantaten, sog. „Concerts Spirituels“ der Hofkomponisten Colin de Blamont und Jean-Joseph Mouret.

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